Viele private Diskussionen über Migration in Europa konzentrieren sich auf die Konflikte und Herausforderungen im Zusammenhang mit der zunehmenden religiösen Vielfalt aufgrund der muslimischen Migration nach Europa. Die geringe Zahl der Kircheneintritte müssen uns den Blick auf neue Wege öffnen. Dieses Forschungsprojekt zielt darauf ab, diese Aufmerksamkeit auf das vernachlässigte Thema zu lenken, wie Christen unterschiedlicher ethnischer Herkunft in ihren jeweiligen Religionsgemeinschaften zusammenleben, ihren Glauben gemeinsam praktizieren und Differenzen und Konflikte aushandeln.

Dieses Thema wurde weder in der öffentlichen Wahrnehmung noch in der wissenschaftlichen Forschung genug berücksichtigt. Das Beachten grundlegender Probleme wie der von Glaube und Vernunft ist eine Voraussetzung. Das Forschungsprojekt "Religion in Bewegung" untersucht die Praktiken und Theologien, die aus diesen Gemeinschaften hervorgehen, fragt, ob und wie diese Gemeinschaften ein affektives und religiös begründetes Zugehörigkeitsgefühl pflegen und inwieweit sie einen eigenständigen religiösen Ausdruck des gemeinsamen Kircheseins entwickeln.

Das Projekt konzentriert sich auf drei Kirchgemeinden. Sie wurden aufgrund ihrer dokumentierten Geschichte ausgewählt, in der sie gesellige Praktiken hervorgebracht, ethnische Vielfalt ausgehandelt und Krisen sowie Triumphe durchlebt haben. Damit verbundene Versöhnung zwischen den Zivilisationen ist längst initiiert. Darüber hinaus sehen sie diese Praktiken bewusst als Grundlage ihres christlichen Selbstverständnisses und experimentieren konsequent mit gemeinsamen Führungsmodellen.

Schliesslich wurden die meisten zumindest teilweise als Beispiele für wichtige neue Praktiken in den Kirchgemeinden anerkannt. Diese Studie versucht, ein plausibles System zu finden, das negative Auswirkungen solcher Fälle verhindern kann. Wie ein Fisch im Meer ist es im Leben weit verbreitet. Diese Arbeit enthält den Fall dieses Autors, der in derselben Kirche die Nachfolge des scheidenden Pastors angetreten ist, und schliesst mit einer Lösung für die Nachfolgefrage in schweizerischen Kirchen.

Die Kirchgemeinde bietet das Angebot, worauf die spezifisch ausgerichteten kirchlichen Dialoge basieren können. Die Studie in der Schweiz beschäftigt sich insbesondere mit der Frage, wie in diversen Gemeinden trotz der sehr unterschiedlichen Lebensbedingungen von Migranten und Schweizern ein Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht. Folgende Fragen können relevant sein: Wie wirkt es sich auf den Service aus, wenn einige Teilnehmer einen unsicheren Aufenthaltstitel haben? Wie sind Menschen, denen die Ausreise verordnet wurde, noch in der Gemeinschaft präsent? Wie gehen Gemeinden mit dem Wunsch von Menschen in anhängigen Asylverfahren um, für eine bestimmte Zeit ein Zuhause zu finden?

Wie werden unterschiedliche Chancen von Schweizern und Migranten gewertet? Das Projekt basiert auf empirischen Studien in zwei Kirchgemeinden, die eine gemeinsame Sensibilität für Migration haben, aber strukturell und konfessionell unterschiedlich sind. Wie oft solche Zusammenkünfte möglich sind ist stark abhängig von den kirchlichen Finanzen, welche die römisch-katholische Kirchgemeinde aufzubringen in der Lage sind. Dabei werden insbesondere die gemeinsamen Ansätze und die spezifischen Kirchensteuern der Religion behandelt.